Wie schon im letzten Jahr wird es keinen Ostergottesdienst in der Aula geben, aber trotzdem wollen wir uns auf Ostern vorbereiten und diese besondere Zeit soll sichtbar werden für alle Schülerinnen und Schüler.

Deshalb haben wir Religionslehrerinnen am letzten Freitag zwei Tische in der Aula vor dem schwarzen Vorhang aufgebaut und bis Ostern sollen es insgesamt 5 Tische werden.

 

 

Jesus zieht in Jerusalem ein, die Menge jubelt ihm zu mit Palmwedeln. Die Leute setzen große Hoffnungen auf Jesus. Er soll ihr König werden und endlich die Römer aus dem Land jagen. „Hosianna“ rufen sie, „gelobt sei der da kommt in dem Namen des Herrn. Er wird uns helfen und retten!“

 

 

Sehen die Menschen nicht, dass Jesus auf einem Esel reitet, dem Lasttier der armen Leute? Er kommt nicht auf einem edlen Pferd wie ein mächtiger Herrscher. Jesus wird die Hoffnungen der jubelnden Menschen nicht erfüllen. Auch wenn die Leute ihre Kleider vor ihm ausbreiten.

Schon bald werden sie: „Kreuzige ihn!“ schreien.

 

 

Jesus weiß, dass er bald verhaftet wird. Deshalb will er ein letztes Mal mit seinen Freunden am Tisch sitzen und feiern. Es ist das letzte Mal vor seinem Tod. Alle Jünger sind dabei, auch Judas, der ihn später verraten wird.

 

 

Wir nennen diese Tischgemeinschaft das Abendmahl. Noch heute feiern wir es zusammen mit Brot und Traubensaft oder Wein und denken dabei an Jesus. Er sagt: „Ich lasse mich für euch brechen wie das Brot, das ihr esst. Ich tue das für euch. Vergesst das nicht.“

 

 

Der dritte Tisch zeigt die Geschichte von Jesus im Garten Gethsemane. Dort betet er zu Gott, seinem Vater. Drei seiner Jünger sollen ihn dabei unterstützen, doch vor Traurigkeit schlafen sie ein.

 

 

Jesus ist sehr traurig, er hat Angst vor dem was kommt. Er bittet Gott um Hilfe und Mut. Seine Freunde lassen ihn allein, doch Gott ist bei Jesus auch dann, wenn er gefangen genommen wird. Jesus bekommt von Gott die Kraft den schweren Weg zum Kreuz zu gehen.

 

 

Jesus ist auf seinem schweren Weg zur Hinrichtungsstätte Golgatha. Sein Kreuz muss er selbst tragen. Rechts und links des Weges stehen viele Menschen, die sehr traurig sind, weil Jesus sterben muss. Sie fragen: Was hat Jesus Böses getan? Warum wird er wie ein Verbrecher ans Kreuz genagelt? Er hat vielen Menschen getröstet und von Krankheiten geheilt. Tränen fließen und sind als blaue Steine auf dem Weg zu sehen.

 

 

Rechts und links auf dem Hügel stehen zwei weitere Kreuze. Zwischen den beiden Kreuzen wird Jesu Kreuz aufgestellt. Dort stirbt Jesus und seine Freunde und Freundinnen sind verzweifelt. Warum musste das geschehen? Der tote Jesus wird in ein Tuch gewickelt und in ein Felsengrab gelegt. Dorthin wollen zwei Frauen am Ostermorgen gehen und ihren toten Freund mit wohlriechendem Öl einsalben. Das ist der letzte Freundschaftsdienst, den sie für Jesus tun können.

 

 

Hier seht ihr die zwei Frauen, die zum Grab von Jesus gehen. Doch was ist das? Das Grab ist offen, der schwere Stein weggerollt und ein Engel in leuchtendem Gewand steht neben dem Felsengrab. Die Frauen erschrecken. Doch der Engel sagt zu ihnen: „Habt keine Angst! Warum sucht ihr Jesus hier im Grab? Jesus ist nicht mehr tot. Jesus lebt! Gott hat ihn auferweckt von den Toten.“

 

 

Die Frauen staunen. Sie sehen den Engel, sie sehen das leere Grab. Kann es denn wahr sein: Jesus ist auferstanden von den Toten? Das müssen sie gleich den Freunden noch Jesus erzählen. Das wäre wunderbar: „Jesus lebt, ich freue mich, Halleluja. Freut euch alle so wie ich, Halleluja. Jesus lebt, mit Freude singt, Halleluja. Dass es laut und hell erklingt, Halleluja. Jesus lebt, das Osterlicht, Halleluja. Dunkelheit und Nacht durchbricht, Halleluja.“

 

Wer den Osterweg noch einmal in Form eines digitalen Bilderbuchs anschauen möchte, kann dies hier tun.

 

Die Religionslehrerinnen an der August-Hermann-Werner-Schule, Markgröningen.